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Strategie 'Salzgitter AG 2030'  


 

Salzgitter-Konzern stellt neue Strategie „Salzgitter AG 2030“ vor

02.02.2022 | Pressemeldung der Salzgitter AG

 
  • Ziel: Salzgitter AG als führendes Unternehmen der "Circular Economy" etablieren
  • Weg: Gemeinsam mit Kunden und Lieferanten Transformation wirtschaftlich erfolgreich gestalten
  • SALCOS® - SAlzgitter Low CO2-Steelmaking: vollständige Realisierung bis 2033 angestrebt
  • Neues Corporate Design spiegelt Transformation wider

Die Salzgitter AG stellt ihre neue Strategie „Salzgitter AG 2030“ vor. Ziel ist es, den Konzern mit innovativen Produkten und Prozessen als eigenständigen Marktführer für „Circular Economy Solutions“ zu etablieren. Dies kann nur mit starken Partnern und Netzwerken gelingen. Daher werden in Kooperation mit Kunden und Lieferanten geschlossene Wertströme und Wertschöpfungsketten etabliert. Die Salzgitter AG verpflichtet sich hierbei zu verbindlichen, wissenschaftsbasierten CO2-Reduktionszielen und tritt der Science Based Targets Initiative (SBTi) bei.
 
Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Die Marktbedingungen in unseren Kernmärkten verändern sich im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatte und den Zielsetzungen zur CO2-Reduktion sehr dynamisch. Wir nehmen diesen Wandel aktiv auf und richten unser Unternehmen proaktiv auf eine Circular Economy aus. Für den Salzgitter-Konzern bedeutet Circularity, einmal der Natur entnommene Ressourcen möglichst lange in der wirtschaftlichen Verwendung zu halten und dadurch die zusätzliche Zufuhr endlicher Ressourcen in den Wirtschaftskreislauf zu minimieren. Diesen Grundsatz machen wir zum Kern unseres wirtschaftlichen Handelns. Damit nehmen wir die gesellschaftliche Herausforderung an und sichern zukünftig ein höheres und stabileres Wachstum in nachhaltig orientierten Märkten. Unsere Kunden stellen ihre Zulieferketten zunehmend auf grüne Ressourcen um. Diese Entwicklung werden wir mit der neuen Strategie unterstützen und damit die Zukunftsfähigkeit des Konzerns und seiner Arbeitsplätze absichern.“
 
In einem ersten Schritt haben wir die folgenden Ziele definiert, die wir bis 2030 erreichen wollen:

  • Reduzierung der Scope 1 und 2 CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 2018 um mehr als 50 %.
  • Strombezug ausschließlich aus regenerativen Quellen und – wo es sinnvoll ist – auch aus Eigenproduktion, um so die weiterhin energieintensive Herstellung der Produkte so klimaneutral wie möglich zu gestalten.
  • Ausweitung der Schrottrecyclingaktivitäten um mehr als 50 % auf über 3 Millionen Jahrestonnen.

„Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese Herausforderung begreifen wir als Chance und stellen sie ins Zentrum unseres Handelns.“, so Finanzvorstand Burkhard Becker „Wir werden in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern wachsen und wollen bis 2025 den jährlichen Umsatz auf über 11 Mrd. € ausbauen. Unsere Konzerngesellschaften sollen in ihrem jeweiligen Branchenvergleich neue Maßstäbe in Bezug auf Profitabilität und Stabilität setzen. Dafür wollen wir auch unsere Effizienzprogramme fortsetzen und planen, ab 2026 über 150 Mio. € p.a. zusätzliches Ergebnisverbesserungspotenzial zu heben“.
 
Wesentliches Element der neuen Strategie ist die deutlich beschleunigte Dekarbonisierung im Rahmen von SALCOS® – SAlzgitter Low CO2-Steelmaking. Damit untermauert der Salzgitter-Konzern seine Rolle als Frontrunner der CO2-armen Stahlerzeugung: Schon 2025 soll der erste Hochofen durch Direktreduktionsanlagen und Elektroöfen ersetzt werden. 2026 ist die Produktion von mehr als 1 Mio. Tonnen grünem Stahl über diese Route geplant. Bereits 2033 und damit 12 Jahre früher als ursprünglich avisiert, soll das integrierte Hüttenwerk vollständig auf die neue Welt ausgerichtet sein. Gunnar Groebler: „Das ist eine der größten Veränderungen in der mehr als 150jährigen Geschichte des Salzgitter-Konzerns. Damit könnten 8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden, was rund 1 Prozent der deutschen Emissionen entspricht. Voraussetzung ist, dass nun von der Politik die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Das betrifft insbesondere die Themenfelder Schaffung grüner Leitmärkte, Klarheit in der finanziellen Förderung der Transformation und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.“
 
Die strategische Neuausrichtung wird von einem konzernweiten Markenrelaunch begleitet und visualisiert. Im Zuge dessen wurde das Corporate Design überarbeitet und die Salzgitter AG erhält ein weiterentwickeltes Logo als sichtbarste Komponente dieses umfassenden Prozesses. „Ebenso haben wir den Unternehmensclaim erweitert: Aus „Salzgitter AG – Stahl und Technologie“ wird „Salzgitter AG – Mensch, Stahl und Technologie“. In der beschriebenen unternehmerischen Transformation nimmt der Mensch eine herausragende Rolle ein. Er ist der dynamische Treiber, der die Realisierung sicherstellt – und ist damit der zentrale Erfolgsfaktor. Deshalb stellen wir unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner in den Mittelpunkt unseres Handelns. Dies findet sich nun auch prominent im Konzernnamen wieder“, erläutert Personalvorstand Michael Kieckbusch.

 

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